Die kritischsten 15 Minuten. Mit deinen Händen, einer Schaufel und einer Sonde kannst du ein Leben retten. Jede Sekunde zählt.
Dein Kamerad wird mitgerissen. Überleben: 95-99%
Wenn du schnell suchst, findest du deinen Kameraden. Überleben: 70-80%
Die Überlebenschance sinkt steil. Zeit ist alles. Überleben: 20-30%
Nach 15 Minuten Verschüttung ist die Überlebenschance stark reduziert. Überleben: <20%
Die Bergrettung ist unterwegs. Überleben: <5%
Die Botschaft ist klar: Du hast etwa 15 Minuten, um deinen Kameraden zu finden und teilweise auszugraben. Die schnellste Rettung ist die Rettung durch deine Gruppe – nicht durch Profis, die noch nicht dort sind.
Schritt 1
Sobald die Lawine stoppt, schau genau hin. Wo ist dein Kamerad zuletzt gewesen? Markiere die letzte Sichtungsstelle mental – das spart wertvoll Zeit.
Schritt 2 (0-5 Min)
Dein LVS empfängt jetzt das Signal des verschütteten Kameraden. Du musst das Signal eingrenzen und zur Stelle kommen – so schnell wie möglich.
Schritt 3 (5-8 Min)
Die LVS hat dir die ungefähre Stelle gezeigt. Jetzt brauchst du die Sonde, um die exakte Position zu finden. Das spart dir beim Ausgraben wertvoll Zeit.
Schritt 4 (8-15 Min)
Jetzt musst du die Person ausgraben. Schnelligkeit ist wichtig, aber nicht auf Kosten der Vorsicht. Diese Phase ist körperlich anstrengend.
Theoretisches Wissen ist nicht genug. Du musst trainieren – regelmäßig und unter realistischen Bedingungen.
Ein professioneller LVS-Kurs zeigt dir die Techniken für die Grobsuche und Feinsuche. Mindestens einmal im Jahr auffrischen!
Trainiere die Sondierungstechnik und das richtige Ausgraben. Es ist anstrengend und erfordert Kraft und Ausdauer.
Ein Alpiner Erste Hilfe Kurs lehrt dir, wie du deinen Kameraden nach der Rettung versorgt. Wissen kann leben retten.
Trainiere mit deiner Gruppe vor jeder Saison. Im Schnee, mit Rucksack, unter realistischen Bedingungen.
Die psychische Belastung ist enorm. Panik ist dein größter Feind. Hier sind Tipps, um klar zu denken: