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Sicherheit im Gelände

Die richtige Ausrüstung, intelligente Routenwahl und kluges Verhalten reduzieren dein Risiko dramatisch. Lerne, wie du dich und deine Gruppe schützt.

Die Notwendige Ausrüstung

Ausrüstung 1

Lawinenpieper (LVS)

Der wichtigste Ausrüstungsgegenstand. Jede Person muss einen eigenen tragen. Dieser Sender sendet deine Position, wenn du verschüttet wirst, und kann andere Personen orten.

Ausrüstung 2

Lawinenschaufel

Mit einer Schaufel kannst du deine Kameraden ausgraben. Eine gute Schaufel wiegt unter 500g und ist leicht zu bedienen. Übung ist essentiell!

Ausrüstung 3

Lawinensonde

Eine leichte Stange (2-3m), mit der du unter der Schneedecke nach deinem Kameraden suchst. Essentiell für schnelle Rettung.

Ausrüstung 4

Erste Hilfe Pack

Ein kompaktes Notfall-Set mit Verbandsmaterial, Rettungsdecke und Signalmitteln. Im Ernstfall kann das Leben retten.

📋 Die 10 Sicherheitsregeln

1

Lies das Lawinenbulletin

Vor jeder Tour: Das tägliche SLF Bulletin ist deine erste Informationsquelle.

2

Wähle die richtige Route

Niedrige Hanglänge, flache Auslaufzonen, sichere Exposition.

3

Trage die richtige Ausrüstung

LVS, Schaufel, Sonde und Rucksack sind nicht verhandelbar.

4

Fahre oder gehe einzeln

Stelle sicher, dass die Person oben sicher ist, bevor die nächste startet. Keine Gruppen auf dem Hang!

5

Beobachte die Schneeoberfläche

Risse, Geräusche, nasse Schnee – höre auf die Zeichen des Berges.

6

Kenne deine Fähigkeiten

Steile Hänge erfordern Erfahrung. Im Zweifelsfall: nicht fahren.

7

Fahre nicht bei schlechtem Wetter

Sicht und Orientierung sind essentiell. Bei Nebel: nicht fahren.

8

Vermeide Auslösezonen

Fahre nicht unter anderen Skifahrern. Immer einen sicheren Platz haben, wenn jemand fällt.

9

Trainiere Rettungstechniken

LVS-Suche, Sondierung und Ausgraben – diese Fähigkeiten retten Leben. Trainiere regelmäßig!

10

Vertraue deinem Bauchgefühl

Wenn etwas falsch feels – dann ist es falsch. Umkehren ist nicht schädlich für dein Ego.

Planung

Routenwahl – Die intelligente Herangehensweise

Nicht alle Hänge sind gleichbewertet. Einige sind von Natur aus sicherer. Lerne, wie du die guten von den schlechten unterscheidest.

  • Hanglänge: Kurze Hänge sind sicherer (max. 300m)
  • Exposition: Nord- und Osthänge sind oft stabiler als Süd- und Westhänge
  • Hangneigung: 30-40° ist am gefährlichsten; unter 30° oder über 45° ist oft sicherer
  • Auslaufzone: Flache, breite Auslaufzonen sind besser als steile Schluchten
  • Bewaldung: Bäume stabilisieren die Schneedecke (aber fahre nicht zwischen einzelnen Bäumen!)
  • Grün = Sicher | Gelb = Mittel | Rot = Gefährlich Sicher Kurz <30° Mittel 30-40° ok Hoch Steil >40° Checkliste für sichere Hänge: Keine Risse oder Geräusche Stabil verdichteter Schnee Mehrere Personen haben sicher gefahren

    ✓ Richtiges Verhalten im Gelände

  • Fahre nicht zusammen mit anderen. Jede Person sollte den Hang einzeln fahren oder gehen. So kann höchstens eine Person verschüttet werden.
  • Seihere ab. Statt dem Hang direkt zu folgen, fahre diagonal nach links oder rechts, um das Schneegewicht zu verteilen.
  • Trage immer dein LVS an. Im Rucksack nützt es nichts. Es muss immer an deinem Körper sein.
  • Lass dein LVS im Suchmodus. Wenn jemand verschüttet wird, schaltet ihr sofort auf Suchmodus um.
  • Vermeide exponierte Stellen. Wenn du fallen würdest, solltest du in einen sicheren Bereich fallen können.
  • Halte Sichtkontakt mit deiner Gruppe. Jedes Gruppenmitglied muss die anderen sehen und hören können.
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